Kurz gesagt
- Empfehlung
Ein Standard für alle: dieselben Kern-Checklisten in jedem Studio, lokale Ergänzungen nur, wo es Sauna, EMS oder Solarium gibt.
- Empfehlung
Verantwortung vor Ort klar regeln. Aufgaben kannst du schriftlich an zuverlässige und fachkundige Personen übertragen – dann mit festgelegtem Verantwortungsbereich und Befugnissen, von der beauftragten Person unterschrieben.1,2
- Empfehlung
Überfälligkeit statt Kontrollbesuch: Wer erfährt, dass eine Checkliste nicht erledigt wurde – und wann?
- Empfehlung
Mängel je Standort sichtbar halten, bis sie erledigt sind; Muster über Standorte hinweg erkennen.
Ein Standard, lokal ergänzt
Der häufigste Fehler in Ketten: Jedes Studio hat „seine“ Öffnungsroutine. Definiere stattdessen einen Kern, der überall gleich läuft – Öffnung, Tageskontrolle, Hygiene, Abschluss, Geräte – und ergänze lokal nur, was es nur dort gibt: Sauna, EMS, Solarium, personallose Stunden (Empfehlung).
- Gleiche Prüfpunkte, gleiche Reihenfolge, gleiche Foto-Pflicht – so werden Standorte vergleichbar.
- Hinweise statt Schulungsordner: Jeder Prüfpunkt kann erklären, was genau gemeint ist. Neue Mitarbeitende lernen den Standard beim Abhaken.
- Lokale Fristen bleiben lokal: Legionellen-Untersuchung, Geräteprüfung und Feuerlöscher-Wartung hängen an Gebäude und Gerätepark jedes Standorts – siehe Legionellen und Geräteprüfung.
Verantwortung vor Ort
Neben dem Arbeitgeber sind auch Personen verantwortlich, die mit der Leitung eines Betriebes beauftragt sind – im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Befugnisse. Du kannst zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich beauftragen, Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen.1 Die DGUV Vorschrift 1 verlangt dafür, Verantwortungsbereich und Befugnisse festzulegen; die Beauftragung unterschreibt die beauftragte Person und erhält eine Ausfertigung.2
Die VBG fragt im Praxis-Check entsprechend, ob Weisungsbefugnisse, Verantwortungsbereiche und Pflichtenübertragungen zum Arbeitsschutz geregelt sind.3
Überblick ohne Kontrollbesuch
Wer mehrere Studios führt, kann nicht jeden Morgen daneben stehen. Drei Signale ersetzen den Besuch (Empfehlung):
- Überfälligkeit: Eine Checkliste, die zur Fälligkeit nicht erledigt ist, meldet sich – nicht erst beim nächsten Besuch.
- Offene Mängel je Standort: Was ist offen, seit wann, mit Foto. Ein Mangel, der seit drei Wochen offen ist, sagt mehr als jeder Bericht.
- Verpasste Checklisten und wiederkehrende Mängel: Welche Checklisten bleiben liegen, welche Prüfpunkte sind immer wieder „nicht in Ordnung“? Das zeigt, wo der Standard nicht zum Alltag passt – oder wo nachgeschult werden muss.
Einen neuen Standort starten
Neuer Standort, neues Team: Lege den Standort an, übernimm die Fitness-Vorlagen für diesen Standort und lade das Team per QR-Code ein. Für Behörden, Prüfungen und Erste Hilfe hilft die Eröffnungs-Checkliste.
CHECKLISTE
Standort-Check für die Bereichsleitung
Empfehlung: bei jedem Besuch bzw. einmal im Monat je Standort
Für Bereichs- oder Regionalleitungen – als Gesprächsgrundlage mit der Studioleitung.
| Nr. | Prüfpunkt | Foto | |
|---|---|---|---|
| 01 | Checklisten der letzten 30 Tage erledigt, Überfälligkeiten besprochenAuswertung des Standorts | ||
| 02 | Offene Mängel älter als sieben Tage geklärt: Wer, bis wann? | ||
| 03 | Prüffristen des Standorts im Blick: Geräte, Feuerlöscher, Legionellen, AED | ||
| 04 | Ersthelfer in jeder Schicht eingeplant, Fortbildungen aktuell | ||
| 05 | Unterweisungen des Teams dokumentiert | ||
| 06 | Aushänge aktuell: Erste Hilfe, Hygieneregeln, Saunaregeln | ||
| 07 | Stichprobe Sauberkeit in Umkleiden und DuschenFoto | Pflichtfoto | |
| 08 | Stichprobe Geräte: Seilzüge, Notstopps, gesperrte Geräte gekennzeichnet | ||
| 09 | Lokale Ergänzungen der Checklisten noch passend | ||
| 10 | Rückmeldung der Studioleitung zu Standard und Checklisten aufgenommen |
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IN DER APP
So hilft ImpulsCheck – und wo nicht
Das übernimmt die App
- Checklisten, Durchgänge und Mängel gehören zu genau einem Standort. Admins sehen alle Standorte; Mitarbeitende lassen sich auf ausgewählte Standorte beschränken.
- Die Fitness-Vorlagen übernimmst du je Standort; eigene Checklisten legst du je Standort an.
- Unter „Verantwortlich“ weist du Checklisten der Studioleitung oder einzelnen Mitarbeitenden des Standorts zu. Checklisten mit Fälligkeitszeit und wiederkehrende Prüfungen melden sich per Push bei den Admins und den Verantwortlichen, wenn sie überfällig sind; die Auswertung zeigst du je Standort an.
- Den Standort-Check oben legst du je Standort als Checkliste mit Wiederholung: monatlich an und weist ihn der Bereichsleitung zu – mit Vorlauf erscheint er rechtzeitig vor dem Termin.
- Neue Teams treten per QR-Code bei. Bezahlt wird pro Standort – Tarife nach Anzahl der Standorte, alle Mitarbeitenden inklusive.
ImpulsCheck ersetzt nicht …
- Pflichtenübertragungen und Verantwortungsbereiche – die regelst du schriftlich; die Zuweisung in der App ist keine Pflichtenübertragung,
- den Besuch vor Ort – die Checkliste hält fest, was geprüft wurde.
Passende Vorlagen in der App
Häufige Fragen
Brauche ich für jeden Trainer eine Lizenz?
Nein. ImpulsCheck wird pro Standort bezahlt; alle Mitarbeitenden sind inklusive und treten per QR-Code bei.
Kann ich festlegen, wer welchen Standort sieht?
Ja. Admins sehen alle Standorte; Mitarbeitende lassen sich unter „Mitglieder“ auf ausgewählte Standorte beschränken.
Wer ist vor Ort verantwortlich?
Neben dir auch Personen, die mit der Leitung eines Betriebes beauftragt sind, im Rahmen ihrer Aufgaben und Befugnisse. Aufgaben überträgst du schriftlich an zuverlässige und fachkundige Personen.1
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Gefährdungsbeurteilung
Welche Themen der VBG Praxis-Check für Studios abfragt und wie aus Maßnahmen wiederkehrende Kontrollen werden.
Zum Ratgeber→Quellen
- § 13 ArbSchG – Verantwortliche PersonenBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
- DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ (§§ 4, 13, 22, 24–26)Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), November 2013
- VBG PRAXIS-CHECK für Fitness-Studios – Handlungshilfe zur GefährdungsbeurteilungVerwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), Version 3.1, Stand August 2023
Stand: 30.09.2026. Keine Rechtsberatung – maßgeblich sind Gesetzestext, Unfallversicherungsträger und Gesundheitsamt. Alle Quellen am 30.09.2026 geprüft; Pflicht und Empfehlung sind im Text getrennt gekennzeichnet.